Josef Rapaj, Dresden

"Katharina Hinsberg. umeinander"

Ein Projekt des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) im Kleinen Schlosshof des Residenzschlosses Dresden

Nach der erfolgreichen künstlerischen Intervention von Monika Grzymala 2020 im Kleinen Schlosshof anlässlich seines 300. Jubiläums hat das Kupferstich-Kabinett im Rahmen eines bis 2024 laufenden Projektes auch 2021 wieder eine Künstlerin dazu eingeladen, ein außergewöhnliches Kunstwerk im Kleinen Schlosshof des Residenzschlosses zu realisieren.

Die Künstlerin Katharina Hinsberg beschäftigt sich in ihren Arbeiten auf Papier und im Raum mit der Frage, was alles eine Zeichnung sein kann. Für den Kleinen Schlosshof hat sie das Werk umeinander konzipiert: Unter dem Membrandach hängen zwei 15 Meter lange Stoffbänder, die von einem Elektromotor in Bewegung gesetzt werden und in Schwüngen und Drehungen Zeichnungen im Luftraum erzeugen. Die Dynamik unter der Kuppel findet am Boden eine Entsprechung, wenn Besucher*innen mit einem Textilband ebenfalls Figuren in die Luft zeichnen. Dem Element der Bewegung setzt die Künstlerin ein statisches Ensemble aus fünf Messingkugeln entgegen, die ebenfalls vom Dach hängen und die Bewegungen der Bänder im Raum verankern. Mit den Kugeln und Bändern macht Hinsberg zwei grundlegende Bestandteile der Zeichnung zu Elementen ihrer Installation: Punkt und Linie.

„Zeichnen ist immer eine Aktivität des ganzen Körpers, durch dessen physische Impulse eine Linie auf dem Papier entsteht. Ich möchte diese räumlichen Bewegungen als wesentlichen Teil der Zeichnung sichtbar machen, ohne dass sie sich auf einer Fläche abzeichnen.“  (Katharina Hinsberg, 2021)

 

Laufzeit:

15. Juli 2021 bis 09. Januar 2022

Staatliche Kunstsammlungen Dresden | Residenzschloss

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Josef Rapaj, Dresden
Katharina Hinsberg • Dr. Björn Egging
Josef Rapaj, Dresden
Josef Rapaj, Dresden
Martina de Maizière • Dr. Stephanie Buck
Josef Rapaj, Dresden
Josef Rapaj, Dresden

Über KATHARINA HINSBERG

David Pinzer Fotografie

Auf das Studium der bildenden Kunst in München, Dresden und Bordeaux von 1989 bis 1996, folgten Stipendien u.a. des Kunstfonds, der Dieu Donée Papermill in New York, des MUKA Printstudios in Auckland, Neuseeland oder der Chinati Foundation in Marfa, Texas. Von 2003 bis 2009 war Katharina Hinsberg Professorin für Zeichnen an der Hochschule für Künste Bremen, seit 2011 ist sie Professorin für Konzeptuelle Malerei an der Hochschule der Künste Saar.

http://www.katharina-hinsberg.de/

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