Christoph Püschner

Blick auf die deutsche Wiedervereinigung

Mit einer Mischung aus Musik und Theater gehen die Dresdner Sinfoniker am Tag der Deutschen Einheit zusammen mit Schauspieler:innen und dem Publikum auf Zeitreise. Wie war es damals? Drüben, auf der jeweils anderen Seite? Und wie geht es uns damit heute? Mit dem Ost-West-Konflikt? Neuen Mauern?

Auf Einladung der Dresdner Philharmonie beleuchten die Dresdner Sinfoniker die deutsche Wiedervereinigung vor über 30 Jahren. Sie lassen ihr Publikum hautnah spüren, was es hieß, getrennt zu sein und sich wieder zu begegnen. Geteilt wird dafür zunächst nicht nur das Orchester, sondern auch das Publikum. Durch den gesamten Konzertsaal des Kulturpalastes verläuft die Trennung. Auch die erste Musik, ein programmatisches Werk von Markus Lehmann-Horn, behandelt die deutsch-deutsche Teilung. Wiedervereint schließlich erlebt das Publikum Werke von Charlotte Bray und Igor Strawinsky.

"DRÜBEN. Eine deutsche Zeitreise" will mit Mitteln der Musik und des Theaters für unsere Geschichte sensibilisieren. Es erinnert an das Ende des Kalten Krieges und lenkt den Blick auf die Gegenwart, in der neue Konflikte aufbrechen.

 

Programm:

Markus Lehmann-Horn
"Utopian Melodies (yelling at me!)"
Auftragswerk für geteiltes Orchester (2022, Uraufführung)

Charlotte Bray
"Landmark"
Auftragswerk für wiedervereintes Orchester (2022, Uraufführung)

Igor Strawinsky
Konzert für Klavier und Blasorchester (1923/24)

 

Aufführung:

03. Oktober 2022 | 18 Uhr

Kulturpalast Dresden

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Christoph Püschner
Christoph Püschner

Über die DRESDNER SINFONIKER

Dresdner Sinfoniker
Markus Rindt, Intendant

Dieses Orchester ist ein Unikat. Es setzt sich aus großartigen Musikerinnen und Musikern so ziemlich aller bedeutenden europäischen Klangkörper zusammen und tritt nur für eigens initiierte Projekte in Erscheinung. Mitglieder der Dresdner Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle musizieren gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Berlin, London und Wien. Ensembles wie das Kronos Quartet und die Pet Shop Boys, Gäste wie Katharina Thalbach, Kayhan Kalhor, Andreas Boyde, Peter Bruns, René Pape und Bryn Terfel haben bereits mit den Dresdner Sinfonikern musiziert. Für ihre herausragende Arbeit wurden die Sinfoniker vielfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem UNESCO-Sonderpreis Welthorizont oder dem ECHO Klassik.

Mit Musik für eine bessere Welt sorgen, für eine gerechtere Welt – das ist nicht naiv, das ist ein ehrliches Engagement, gespeist aus Anteilnahme an dem, was um uns herum geschieht. Getreu der Überzeugung, dass es kein fremdes Leid gibt, widmeten und widmen die Dresdner Sinfoniker ihre Projekte den Missständen und Massakern, dem Trennenden und Verleugneten, aber auch dem Gemeinsamen und Verbindenden.

(Text: Michael Ernst)

dresdner-sinfoniker.de

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