28.10.2015 09:53

Chris Dercon in Dresden

Foto: Harald Schluttig

Auf Einladung der Stiftung Kunst & Musik für Dresden referierte Chris Dercon, Direktor der Tate Modern in London und zukünftiger Leiter der Volksbühne Berlin, am 23. Oktober 2015 im Lipsiusbau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zum Thema "Die Zukunft kultureller Institutionen".

Vor einem zahlreich erschienenen Publikum hielt er ein leidenschaftliches Plädoyer für Museen als Räume, in den Menschen sich austauschen. Museen, so Dercon, sind Orte, an denen Geschichte, Gegenwart und Zukunft permanent und unter aktiver Teilhabe der Besucher verhandelt werden. Bedeutung liegt nicht objektiv in dem ausgestellten Kunstobjekt, sondern entsteht durch die Interaktion mit denjenigen, die sich vor dem Gegenstand miteinander und mit dem Kunstwerk in Beziehung setzen. In diesem Sinne bedarf es nicht nur neuer Raum- und Ausstellungskonzepte, sondern auch neuer Organisationsformen in den Institutionen.

Dresden ist für Dercon eine einzigartige Kunststadt, die Potenziale für derartige neue Strategien birgt. Hier können Menschen in den Museen und mit der Kunst in Dialog treten und eine offene Zivilgesellschaft sowie eine wahrlich interaktive Museumskultur gestalten. Das ist sicherlich an vielen Stellen noch Zukunftsmusik, ein Impuls für Dresden ist es allemal!

Die Stiftung Kunst & Musik für Dresden dankt Chris Dercon und dem Kooperationspartner, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, für den inspirierenden Abend in der Reihe "Impuls Dresden"!

Foto: Harald Schluttig/ Vorstand der Stiftung: Martina de MaizièreFoto: Harald Schluttig/ Direktorin des Albertinums: Hilke WagnerFoto: Harald Schluttig Foto: Harald SchluttigFoto: Harald SchluttigFotot: Harald Schluttig

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